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Artikel aus der Main-Post vom 18.02.2019

Danke für großes Engagement rund um den Fasching

Fastnachtverband Franken zeichnet Aktive der Seinsheimer Galgenvögel aus. Deren Deko-Queen Elke Korn war eine echte Vorreiterin.                                               

Danke für langjährige ehrenamtliche und engagierte Arbeit für die Seinsheimer Galgenvögel und den Fasching sagte der Fastnachtverband Franken zu Beginn der ersten Abendprunksitzung am Samstag. Es gab einmal die Ehrennadel in Gold und dreimal den Verbandsorden des Fastnachtverbandes.

Holger Leikam vom Fastnachtverband Franken zeichnete Norbert Lauer mit der Ehrennadel in Gold aus. Seit 1994 ist er Mitglied der Galgenvögel und ein echtes Elferrats-Urgestein. Im Verein steht er an den Dienstjahren gemessen an zweiter Stelle. Auch für die Organisation des Sonnwendfeuers zeichnet er verantwortlich.

Deko-Queen der Galgenvögel

Den Verbandsorden gab es für Elke Korn, Eva Götz und Franz Kernwein. Elke Korn gilt als die "Deko-Queen" der Galgenvögel, wovon sich die Besucher der Prunksitzungen stets überzeugen können. Die war der erste weibliche Elferrat und betreut die Junggalgenvögel.

Eva Götz tanzte von 2004 bis 2013 in der Elferratsgarde, auch im Solotanz bewies sie sich. Seit 2012 trainiert sie die Purzelgarde.

Der dritte im Bunde der neuen Verbandsordenträger ist Franz Kernwein. Seit frühester Jugend steht er in der Bütt beziehungsweise auf der Bühne.

Krackenblitze zu Gast

Zur ersten Abendprunksitzung durften die Galgenvögel-Sitzungspräsidenten Theresa Rützel und Stefan Düll Gäste begrüßen. Zu Besuch waren Abordnungen des Faschingvereins Höpper Elfer aus Albertshofen, deren Prinzengarde zudem auftrat, und des Faschingvereins Krackenblitze aus Goßmannsdorf.

Quelle: www.mainpost.de

Artikel von Gerhard Krämer


Artikel aus der Main-Post vom 11.02.2019

Fliegende Hexen, steife Zombies und eisige Tänze          

Weinprinzessinnen wandelten anmutig, Hexen flogen flink und Zombies wankten steif über die Bühne.                                               

Weinprinzessinnen wandelten anmutig, Hexen flogen flink und Zombies wankten steif über die Bühne. Galgenvögel-Zeit in Seinsheim. Ein voller Saal schon bei der Nachmittagssitzung garantierte beste Stimmung. Senioren, auch aus den benachbarten Orten, besuchen gerne die Nachmittagssitzung der Galgenvögel im Jugendraum. Gäste waren aber auch die Lebenshilfe Ochsenfurt und eine Vielzahl VdKler aus dem Ortsverband Marktbreit um Helmut Schleyer.                 

Um 14.11 Uhr eröffnete die Elferratsgarde mit den beiden Sitzungspräsidenten Theresa Rützel und Stefan Düll das vierstündige Programm. Eigengewächse der Galgenvögel machen den Reiz der Prunksitzungen aus. Natürlich kommen auch gerne Gäste nach Saasi. So freute sich auch Hauptmann Küppers (Rolf Herzel), dass Saasi in voller Stärke erschienen ist. Er widmete sich nicht nur den zwei charmanten Gardedamen, die zu seiner Begleitung abkommandiert waren, sondern zum Beispiel auch dem Thema Essen. Und da "gehen manche ganz schön auseinander– in den Meinungen". Küppers wusste, dass es um unseren Planeten schlecht bestellt ist, hat er doch Biene Maja und Willi schon lange nicht mehr gesehen.  Da Herzel auf Spendenbasis für gemeinnützige Projekte seiner Stiftung auftritt, sammelten die Gardedamen im Saal für ihn.

Seinsheimer Rakete  

Um militärisch zu bleiben: Für die Purzelgarde gab es natürlich eine Seinsheimer Rakete. In schicken Dirndln eroberten sie die Bühne und der Weinbauverein kann gewiss sein, dass es an Nachwuchs nicht mangelt. Die Jungen Wilden fegten als Bibi Blocksberg über die Bühne. Die Mitglieder der Jugendgarde präsentierten sich als schrecklich schöne Zombies. Die Elferratsgarde brachte einen ansprechenden Marschtanz auf die Bühne und auch Tanzmariechen Juliana Schäfer begeisterte mit ihrem Auftritt. Trotz seines eisigen Themas kam das Männerballett, das seit Jahren wegen seiner Kostümierung und tänzerischen Leistungen beeindruckt, ganz schön ins Schwitzen.

Ins Schwitzen kam auch ein Ehepaar, nicht nur bei ihren Vorbereitungen auf die Reise zu den Osterinseln. Neben liebevollen Lästereien, als der Mann zum Beispiel erklärte, dass er lange gedacht habe, sein Herz stünde vor Liebe in Flammen, dabei sei es Sodbrennen ob ihres Essens gewesen, tanzten die zwei einen Mambo.

Warum der Steinbutt platt ist

Anika Schwarz und Sandro Hönnl traten als Schüler auf. Sie regten sich über Holzstühle in der ersten Klasse auf und beantworteten gewitzt die Biologiefrage, warum der Steinbutt platt sei: "Weil er Sex mit einem Wal hatte". Deswegen habe der Frosch auch so große Augen, weil er zuschaut hatte. 

Zu den Lieblingsthemen der beiden Dorftrottel gehörten die Erlebnisse mit den Ehefrauen, aber auch Gäste im Publikum wurden einbezogen. Dazu muss man nicht nur in der ersten Reihe sitzen.

Die "Doofe Nuss" (Heiner Düll) berichtete von seiner Schulzeit und von seinen Berufen als Gefängniswärter und Iphone-Verkäufer. Sportlich ging es bei den Walkerinnen "Boobett und Kunni" (Petra und Monika Rützel) zu. Allerdings griff Boobett doch lieber zum Schoppenglas als sich an Kunnis Smoothies zu laben.

Der Gemeindediener (Thomas Rüttinger) mit seiner Schelle weiß von Dingen, die nicht einmal der Bürgermeister weiß. Ob es FKK am Landschaftssee war, das Haare schneiden auf dem Acker, ein Junggesellinnen-Abschied, Sicherheitskontrollen beim Tag des Bieres oder geizige Menschen und die Sternsinger – es kam zur Sprache. Ebenso der vielleicht doch noch nicht mögliche Abschluss der Flurbereinigung nach zig Jahren.

Die Mitwirkenden:

Purzelgarde: Lidet Steiger, Luisa Zobel, Josie Hönnl, Lara Volkamer, Jule Deubel, Lara Korell, Sonja Ebert, Marie Hörlin, Mia Lobensteiner, Lina Schnaz, Emma Brückner, Letty Rakus, Amelie Weißmüller, Leni Wünsch - Trainerinnen: Eva Götz, Jessica Blomeyer, Julia Volkamer.

Die Jungen Wilden: Selina Zobel, Johanna Schnaz, Franziska Blank, Anika Kessler, Laura Schöller, Jana Schiffmeyer, Fanni Körner, Lena Golubovic, Magdalena Därr, Cheyenne Rakus, Sophie Westenmeier, Marie Brückner, Alina Morton, Mona Stadtelmeyer - Trainerinnen: Luisa Fischer, Rebecca Richter, Verena Dorsch

Jugendgarde: Lucy Jamm, Anne Pinnau, Elisabeth Rüttinger, Antonia Schunke, Eva Schnaz, Luisa Brückner, Lena Köhler, Helena Schwemmer, Hanna Pinnau, Svea Graf, Hannah Schiffmeyer, Emma Käppner, Annika Johansen, Kim Hein - Traninerinnen: Marianne Haaf, Christine Kleinschroth

Elferratsgarde: Annika Rudolf, Julia Moser, Patricia Hein, Luisa Fischer, Verena Jamm, Marie Merbecks, Anna Moser, Lea Kollmann - Trainerinnen: Johanna Schumann, Julia Moser, Verena Jamm

Tanzmariechen: Juliana Schäfer

Männerballett: Dietmar Korn, Gerald Korn, Axel Schiffmeyer, Thomas Düll, Matthias Gruber, Matthias Schultheiß, Björn Gebhardt, Jens Laschütza, Kevin Kerstenski, Martin Dorsch, Udo Hein, Karl Köhler - Trainer/-innen: Björn Gebhardt, Martin Dorsch, Elke Korn

Hauptmann Küppers: Rolf Herzel

Doofe Nuss: Heinrich Düll

Zwei Schüler: Anika Schwarz, Sandro Hönnl

Ehepaar auf Reisen: Miriam Wiehl, Franz Kernwein

Gemeindediener: Thomas Rüttinger

Zwei alte Dorftrottel: Mike Volkamer, Michael Hanselmann

Boobett & Kunni: Petra Rützel, Monika Rützel

Quelle: www.mainpost.de

Artikel von Gerhard Krämer


Artikel aus der Main-Post vom 13.11.2018

Galgenvögel stürmen das Rathaus         

Sonntag, pünktlich um 11.11 Uhr, standen die Seinsheimer Galgenvögel vor dem Rathaus und forderten von Bürgermeister Heinz Dorsch den Schlüssel für das Rathaus. Der hatte sich mit einigen Gemeinderäten im Sitzungszimmer verschanzt und versuchte sich und das Rathaus so gut es ging zu verteidigen. Erfolglos natürlich.

Voraus getragen wurde ein Galgen, an dem ein Galgenvögelchen baumelte, dann kam eine nicht zu übersehende und überhörende stattliche Schar der Seinsheimer Faschingsgesellschaft Galgenvögel, angeführt von den Obergalgenvögeln Theresa Rützel und Stefan Düll. „Pünktlich um 11.11 Uhr - so soll es sein - zieht der Frohsinn in die Amtsstuben ein. Jetzt lassen wir die Arbeit ruhn - es gibt doch wirklich Besseres zu tun“, schallte es aus dem Mund der Obergalgenvögel. „Der Rathauschef, der wird entmachtet, vor Sehnsucht er nach Macht dann schmachtet. Wir wollen ihm nichts Böses tun, die Macht, die soll zur Zeit nur ruh'n.“

Gelächter aus dem Rathausinneren war die erste Antwort. „Die Rathaustür steht Euch nicht offen, wir haben sie von innen und außen verschlossen. Solltest ihr es dennoch wagen, dann kriegt ihr eins auf euren Kragen. Ihr seit dann keine Galgenvögel mehr, sondern kommt wie Kracken daher“, stieg Bürgermeister Heinz Dorsch ins dichterische Streitgespräch mit ein.

Hatten die Galgenvögel schon im vergangenen Jahr von „irrsinnigen Käufen“ berichtet, so knüpften sie daran auch heuer wieder an. So der Grundstückskauf in Iffigheim. „Weichen soll das ehemalige Haus der Familie Schuck. Geplant ist dort ein Bürgerhaus mit Prunk und Stuck. Vielleicht ham ers a alle noch net gecheckt, und des wird vor der Rente n Heinz sei letztes Projekt“, vermutete die faschingsbegeisterte Truppe. Dorsch erwiderte, es die Iffigheimern einfach zu gönnen. Schließlich gibt's dann beim Richtfest für alle einen guten Schluck. Auf dem Lob für das Theater im sonst leer stehenden Amtshaus konnte sich Dorsch nicht ausruhen, denn nach diesem kleinen Erfolg sei auch ein größerer Erfolg zu Ende gegangen. Denn nach 30 Jahren, juristische und bürgerliche Debatten inklusive: „Alles freut sich, der Bürgermeister lacht. Die Sasemer Flurbereinigung ist vollbracht .“

Damit bis Fasching Ruhe im Rathaus ist, stürmte die Narrenschar dann das Rathaus, entriss dem Bürgermeister den Schlüssel, fesselte ihn und einige Gemeinderäte. So zogen sie dann durch das Dorf in die Winzerstube Schilling. Dort ließen die Galgenvögel dann ihre Gefangenen allerdings wieder frei.

Bis am Aschermittwoch, am 6. März, dann auch für die Galgenvögel wieder alles vorbei ist, und der Bürgermeister wieder regieren darf, steht einiges auf dem Programm. Am Sonntag, 10. Februar, findet die Nachmittags-Prunksitzung statt, am 16. und 23. Februar die Abend-Prunksitzungen.

Der Kartenvorverkauf beginnt voraussichtlich am 4. Januar. Viele Eigengewächse werden wieder dabei sein. Kinderfasching ist am Samstag, 2. März, und der Rosenmontagsball findet am 4. März statt. Geplant ist zudem die Beteiligung an den Faschingsumzügen in Marktbreit und Markt Bibart.

Quelle: www.mainpost.de

Artikel von Gerhard Krämer


Artikel aus der Main-Post vom 22.Januar 2018

Harry Potter und die Galgenvögel

Ein Hauch Zauberei, die Weiten des Weltalls und ein Stück Orient. Dazu ein kräftiger Schuss Lokalkolorit, und fertig ist das Faschingsmenü der Seinsheimer Galgenvögel.

Ein Hauch Zauberei, ein wenig unendliche Weiten des Weltalls und ein Stück Orient. Das alles gepaart mit einem kräftigen Schuss Lokalkolorit, und fertig ist das Faschingsmenü, das die Seinsheimer Galgenvögel in diesem Jahr zur Freude des Publikums auf die Bühne bringen.

Die Bühne ist es auch, die in dieser Faschingssession gleich ins Auge springt. Verschwunden ist der rote Vorhang. Dafür hat Heinz Gerlach aus Winkelhof eine Ortsansicht vom Feinsten gezaubert.

Im vollen Saal des Jugendraums, der alle Jahre Ort der Seinsheimer Faschingsveranstaltungen ist, durften sich die Gäste, darunter 75 Mitglieder des VdK-Ortsverbandes Marktbreit um Helmut Schleyer, sich erst einmal im Gegensatz zu den Abendprunksitzungen mit Kaffee und Kuchen stärken für das über vierstündige Programm, durch das die Sitzungspräsidenten Theresa Rützel und Stefan Düll führten. Zu Gast war das Kinderprinzenpaar der AlZiBib Markt Bibart, Max I. und Amelie I., deren Mutter Seinsheimer Wurzeln hat.

Ohne Zugabe darf in Seinsheim eigentlich keiner von der Bühne. Besonders aber hatte sich diese, nach kräftigem Durchatmen, Tanzmariechen Juliana Schäfer ertanzt. Es war ihr erster Auftritt, die Aufregung war aber eher ihrer Mutter anzumerken, als ihr selbst. Das Besondere ist zudem, dass sie sich selbst trainiert. Für ihr Kostüm in den Vereinsfarben Rot-Weiß hatten sich natürlich auch Sponsoren gefunden.

Gute Lehrer in „Seinswards“ hat Sandro Hönnl, der mit Hermine (Annika Schwarz) auf der Bühne zauberte. Zuvor jedoch hatte er mit dem Publikum Zaubersprüche geübt und zu seiner Freude machte das Publikum auch jeden Zauberquatsch mit. Selbst der Sitzungspräsident habe von ihm verzaubert werden wollen, nämlich in einen feschen jungen Prinzen. Doch dafür, so bedauerte der Zauberlehrling, reiche seine Kraft noch nicht.

Erklingen die Schelle und der Ruf „Bekannt - machung“ ist Vorsicht angesagt. Vorsicht bei denen, die irgendetwas angestellt haben in den vergangenen zwölf Monaten. Denn der Gemeindediener Thomas Rüttinger hat viele Ohren. Aber: „Um einen Reim bei mir zu kriegen, muss man mehr als betrunken rumzuliegen,“ verkündete er. Aber in Seinsheim gibt es genug Geschichten, die das Leben schreibt. Zum Beispiel beim Samstagsputz. Wenn eine Frau da den vollen Putzeimer aus dem Fester schüttet und ein Radfahrer so eine unfreiwillige Dusche nimmt. Oder der Seniorenausflug der Gemeinde, als diese zu wenige Würste bestellt hatte. „Man spart immer an den Rentner ein“, schlussfolgerte der Gemeindediener.

Wie in dieser Zeitung berichtet, hat der Gemeinderat Seinsheim die höchste Frauenquote. Für den Gemeindediener eine logische Sache, denn so müssen die Gemeinderäte eine Entscheidung nicht vertagen, um zu Hause ihre Frauen zu fragen. Außer im Männergesangverein seien überall die Frauen ein Stütze und für 2020 wollte er eine Bürgermeisterin nicht ausschließen.

Sehnlichst vermisste Straßenschilder, Fahrten mit Hindernissen mit dem Generationenbus, heiße Disco-Nächte oder auch nur eine zu heiß gewordene Pizza – der Gemeindediener machte sich auf alles einen Reim.

Nach Jahren stieg auch ein Eigengewächs wieder in die Bütt. Ehrengalgenvogel Heiner Düll gab die „Doofe Nuss“, die aber durchaus „Intelligenz“ versprühte. Das gilt auch für Michael Bechold als „Weinprinz Josef vom Silvaner“, der bereits zum Inventar der Galgenvögelbühne gehört. Und Jens Koschnicke glänzte diesmal als Oberkellner mit viel trockenem Humor.

Ihren ersten Auftritt hatten „Kunni und Boobett“ (Petra und Monika Rützel), die Alltägliches wie Thermo-Mix, Parship, I-Phone und Tofu aufs Korn nahmen.

Gelungene Darbietungen boten die Purzelgarde als Aliens, die Jungen Wilden mit „Alice im Wunderland“, die Jugendgarde mit ihrem Showtanz „1001 Nacht“, die Elferratsgarde mit ihrem Marschtanz und das Männerballett mit seinem Showtanz „Jungs gegen Mädchen“.

Die Abendprunksitzungen finden statt am 27. Januar und am 3. Februar. Beginn ist jeweils um 19.11 Uhr. Am 10. Februar ist Kinderfasching von 13.11 bis 17 Uhr und am 12. Februar findet der Rosenmontags-Ball statt.

Quelle: www.mainpost.de

Artikel von Gerhard Krämer

 

Artikel aus der Main-Post vom 12.November 2017

Galgenvögel – Helau! Saasi – Helau! In Seinsheim regiert seit Samstag wieder das närrische Volk. Pünktlich um 19.33 Uhr marschierten die Galgenvögel auf, lieferten sich mit Bürgermeister Heinz Dorsch ein Wortgefecht und stürmten anschließend das Rathaus.

Kanonen geladen                                                                                                       Bürgermeister Heinz Dorsch und einige seiner getreuen Gemeinderäte hatten sich eingefunden, Rathaus samt Rathausschlüssel zu verteidigen. Eine der beiden kleinen Kanonen, die den Ratssaal zieren und dort sonst ein friedvolles Dasein führen, wurde mittels Böller „scharf“ gemacht, um es der Narrenschar so schwer wie nur irgendwie möglich zu machen.

Frohsinn in die Amtsstuben „Pünktlich um 19.33 Uhr – so soll es sein – zieht der Frohsinn in die Amtsstuben ein“, reimten die Galgenvögel, bei denen Stefan Düll und Iris Hönnl das Wort führten. Kinder mit Ratschen untermalten das gesagte klangvoll.

Der Berlinen Flughafen grüßt                                                                                                     Düll und Hönnel nahmen schon einmal einige Seinsheimer Projekte aufs Korn. Da waren die lang dauernden Arbeiten an der ehemaligen Fischergade, jetzt Marktgade, die zum Vergleich mit dem Berliner Flughafen anregten. Beim Markt habe das Gerüst am Rathaus noch das Ortsbild verschandelt, jetzt habe man das Rathaus schnell fertiggemacht, dass kein Narr mehr darüber lacht.

Seitehiebe inclusive                                                                                                                    Das alles und noch ein paar Seitenhiebe gab es. Und dies veranlasste auch die Galgenvögel, nun die Rathausschlüssel zu fordern. „Wahrscheinlich ist's besser, wenn nur wir regieren bis Aschermittwoch im Rathaus hier“, riefen sie und eroberten das Rathaus. Sie fesselten Bürgermeister und alle Räte und führten sie hinüber in die Marktgade. Dort erklärten sich die „Gefangenen“ rasch bereit, den vielen Gästen Sekt einzuschenken, um so ihrer Fesselung zu entgehen.

In der sicheren Gewissheit, den Rathausschlüssel wieder zu bekommen, wünschte Bürgermeister Heinz Dorsch den Galgenvögel eine erfolgreiche Session.

Weitere Termine                                                                                                                            Die weiteren Termine der Galgenvögel: Sonntag, 21. Januar 2018, 14.11 Uhr Nachmittags-Sitzung, Samstag, 27. Januar, 19.11 Uhr Prunksitzung und Samstag, 3. Februar, 19.11 Uhr Prunksitzung. Beginn des Kartenvorverkaufs ist am Freitag 22. Dezember, um 19.30 Uhr (Telefonisch bei Albin Schiffmeyer, Telefon 09332/9414, oder freitags ab 19.30 Uhr im Seinsheimer Sportheim). Samstag, 10. Februar, 13. bis 17 Uhr: Kinderfasching. Montag, 12. Februar: Rosenmontagsball.

Quelle: www.mainpost.de

Artikel von Gerhard Krämer


Artikel aus der Main-Post vom 12.Februar 2017

Braune Streifen am Salat und kein Swingerclub

Die Seinsheimer Galgenvögel hängen zusammen. Das ist Fakt. Früher war so eine Aussage sicher gefährlich, heute hängen kleine Galgenvögel nur noch als Tischdekoration an ebenso kleinen Galgen, schließlich sind Galgenvögel die Maskottchen der Seinsheimer Faschingsgesellschaft, die mit einer fetzigen Prunksitzung die Gäste bis nach Mitternacht unterhielten.

Es ist eine junge und sportliche Gruppe, nicht nur, weil die Galgenvögel zum Sportverein gehören. Das neue Team um die Sitzungspräsidenten Theresa Rützel und Stefan Düll ist jung. Ebenso frisch war das von ihnen auf die Beine gestellte Programm. Eine gelungene Mischung aus neuen und bewährten Akteuren, aus Eigengewächsen und Gästen.

Frank Engelhardt, Hermann Schöller und Gregor Kernwein brachten als „Die Misthacken“ den Saal zum Toben. Sie prangerten die Smartphone-Gesellschaft an, wo sie doch lieber über Trichter und Schläuche kommunizierten. Nicht das Haus von Rocky Docky besangen die Misthacken, sondern das „alte Haus von unsrer Sophie“. Das Amtshaus nämlich, das die Gemeinde gekauft hatte. „Monopoly in Saasi – rücke vor zur Schlossallee“ sangen sie, schlugen in Anlehnung an den Schlossruinenverein in Wässerndorf einen Ruinenschlossverein vor.    

In einem weiteren Song beklagten sie, dass es in Saasi fast keine Kühe mehr gibt. Deswegen mögen sie die neu in Seinsheim ertönenden Alphornklänge so gern.

Zank mit Rank

Fasching in Saasi ist undenkbar ohne den Gemeindediener (Thomas Rüttinger), der zwei Jahre lang Augen und Ohren offen gehalten hatte und viele Dinge spitz formuliert mit der Einleitung „Bekannt – machung“ vortrug. Zur Freude des faschingsbegeisterten Publikums beleuchtete er die Asylsuche der Schwarzen nach dem „Zank mit Rank“ in Gnodstadt. Beim neuen Bierfest der CSU war dann auch gleich Markus Söder gekommen. Nicht entgangen war dem Gemeindediener der Streich mit dem Verfüllen von Maibaumlöchern. Dumm vor allem, weil einer der Täter sein altes Mofa-Nummernschild mit einbetonierte.

Für das Amtshaus ist es seiner Ansicht nach das Beste, man feiert dort Feste. Weil Seniorenheim, Gemeindeladen oder Swingerclub wohl nicht zu verwirklichen seien. Das Verhältnis von Bier und Wein in Seinsheim war ebenso sein Thema wie ein falscher Kanalanschluss in der ausgebauten Weinbergstraße, weswegen es braune Streifen beim Blattsalat gegeben hatte.

Umjubelt war der Auftritt des Männerballetts. Fantastisch die kleinen Rennfahrer der Purzelgarde, das Tanzpaar Damaris Heß und Jenny Endres, die Zeitreise der Jugendgarde, der Auftritte der Dance Factory aus Hoheim und der Elferratsgarde.

Herzen erobert

Sandro Hönnl eroberte als Prinz Sandro die Herzen der Gäste und bekannte, dass es schöner ist, ein normales Kind in Saasi zu sein. Michael und Toni Hofmann aus Gaukönigshofen begeisterten als Schüler „Xaver und Xander“. Michael Bechold, fast in Seinsheim zu Hause, sorgte als „Alter Jubilar“ für Lacher ebenso wie Mike Volkamer und Michael Hanselmann als „Zwei alte Dorftrottel“ oder Miriam Wiehl und Franz Kernwein mit ihrer Parodie auf „Bauer sucht Frau“.

Nachdenkliches bot Doris Hornung von der Dettelbacher Karnevalsgesellschaft als „Protokoller“ im Deutschen Bundestag. Zu Gast waren Abordnungen aus Dettelbach und aus Kirchschönbach.

Mitwirkende der Galgenvögel  

Elferrat: Florian Bergmann, Jessica Blomeyer, Martin Dorsch, Verena Dorsch, Stefan Düll, Thomas Düll, Norbert Lauer. Anja Ott, Lukas Rückel, Philipp Rützel, Julia Rützel, Theresa Rützel, Sophia Schilling, Matthias Schultheiß, Manuel Seitz, Michael Volkamer, Mike Volkamer, Heimo Völker.

Prinz Sandro: Sandro Hönnl, Alter Jubilar: Michael Bechold, Zwei Alte Dorftrottel: Mike Volkamer und Michael Hanselmann, Xaver & Xander: Michel Hofmann und Toni Hofmann, Gemeindediener: Thomas Rüttinger, Bauer sucht Frau: Miriam Wiehl und Franz Kernwein, Die Misthacken: Frank Engelhardt, Herrmann Schöller und Gregor Kernwein.

Purzelgarde: Johanna Schnaz, Franziska Blank, Anika Kessler, Laura Schöller, Jana Schiffmeyer, Fanni Körner, Cheyenne Rakus, Sophie Westenmeier, Marie Brückner, Alina Morton, Mona Stadtelmeyer, Lidet Steiger, Josie Hönnl, Lara Volkamer – Trainerinnen: Eva Linke, Jessica Blomeyer und Julia Rützel.

Jungen Wilden: Elisabeth Rüttinger, Kathrin Riedel, Antonia Schunke, Eva Schnaz, Anna Helbig, Luisa Brückner, Lena Köhler, Helena Schwemmer, Leni Riedel, Hannah Pinnau, Svea Graf, Hannah Schiffmeyer, Emma Käppner, Annika Johansen, Kim Hein – Trainerinnen: Damaris Heß und Jenny Endres.

Jugendgarde: Anja Mark, Marie Merbecks, Anna Moser, Juliana Schäfer, Lea Kollmann, Alina Wirsching, Lucy Jamm, Anne Pinnau, Lea Meyer – Trainerinnen: Marianne Haaf und Christine Kleinschroth.

Elferratsgarde: Stefanie Rudolf, Johanna Schumann, Annika Rudolf, Verena Hörlin, Rebecca Richter, Julia Moser, Sophia Schumann, Patricia Hein, Luisa Fischer, Verena Jamm – Trainerinnen: Katharina Drobek und Johanna Schumann.

Männerballett: Karl Köhler, Axel Schiffmeyer, Dietmar Korn, Gerald Korn, Matthias Gruber, Jens Laschütza, Udo Hein, Stefan Schwarz, Martin Dorsch, Thomas Düll, Björn Gebhardt – Trainerin: Petra Mühlbauer.

Tanzpaar: Damaris Heß und Jenny Endres – Trainerinnen: Verena Dorsch und Iris Hönnl.

Organisation: Ruth Albrecht, Sarah Düll, Iris Hönnl und Elke Korn. Technik-Team: Bernd Hönnl, Julius Merkert, Clemens Engelhardt. Musik: Karl Kopp.

Quelle: www.mainpost.de

Artikel und Fotos von Gerhard Krämer


Artikel aus der Main-Post vom 14.Februar 2017

Ein Till für Heimo Völker                                   

Heimo Völker erhielt bei der ersten Abendprunksitzung der Seinsheimer Galgenvögel den Verdienstorden Till von Franken in Silber. Holger Leikam vom Fastnacht-Verband Franken überreichte die höchste Auszeichnung des Verbands. 

Der Orden ist die höchste Auszeichnung des Fastnacht-Verbandes Franken und das Symbol für das Verbandsgebiet. Auf der Vorderseite ist der Kopf des Till Eulenspiegel mit der Narrenmütze dargestellt. Auf der Rückseite befindet sich eine Nummer. Die sollte der Träger gegenüber einem anderen Ordensträger immer nennen können, falls er im Wirtshaus nicht die Runde zahlen möchte, meinte Holger Leikam in seiner launigen Laudatio.

Heimo Völker ist seit 1986 aktives Mitglied der Seinsheimer Galgenvögel. Seitdem gehört er dem Elferrat an. Von 1990 bis 2001 tanzte er aktiv im Männerballett mit. „Du bist der Mann, an dem niemand vorbei kommt“, sagte Leikam und spielte damit auf Völkers Funktion als Zeremonienmeister an. Er sei eine Stütze der Gesellschaft und habe sich um diese und um die fränkische Fastnacht im höchsten Maße verdient gemacht.

Denn Sessionsorden des Fastnachtsverbandes Frankens erhielten Thomas Düll und Björn Gebhardt. Düll verstärkt seit 2012 den Elferrat und „schwingt elfengleich das Tanzbein im Männerballett“. Gebhardt hatte als einziger männlicher Tänzer von 2001 bis 2008 in verschiedenen Garden getanzt, seit 2012 bringt er seine tänzerische Erfahrung ins Männerballett mit ein.

Leikam ging auch nicht ohne Orden von der neu gestalteten Bühne, für die Heinz Gerlach das Bühnenbild gemalt hatte. Die beiden Sitzungspräsidenten Theresa Rützel und Stefan Düll überreichten ihm den Sessionsorden der Seinsheimer Galgenvögel.

Quelle: www.mainpost.de

Artikel von Gerhard Krämer


Artikel aus der Main-Post vom 13.November 2016

11.11. um 19.11 Uhr: An der Kirche gegenüber des Seinsheimer Rathauses versammelt sich ein großer Haufen Galgenvögel. Ohne Waffen, dafür mit Krach machenden Instrumenten ausgestattet und stimmgewaltig. Sie begehren Einlass in das Rathaus, um Bürgermeister und Rat abzusetzen und die Macht zu übernehmen.

Ohne Delle nicht über die Schwelle

Drinnen im Rathaus hatten sich Bürgermeister Heinz Dorsch und seine Getreuen verbarrikadiert. „Nicht ohne Delle kommt ihr über die Rathausschwelle“, fordert er die Galgenvögel am geöffneten Fenster heraus und nimmt erst einmal einen kräftigen Schluck Seinsheimer Bieres. Auf der anderen Seite lästern Theresa Rützel und Stefan Düll, die beiden Obergalgenvögel, über die Gemeinde, höhnen über den „Schlosskauf“ und fordern die Rathausschlüssel.

Ratsmitglieder verbarrikadiert

Nachdem Dorsch noch von einer leeren Gemeindekasse spricht und so die Horde von der Sinnlosigkeit ihres Unterfangens überzeugen möchte, diese aber nicht ablässt, bittet Dorsch sie herein.        

Drinnen halten einige kräftige Gemeinderäte noch die Türe zum Ratssaal zu, um sie dann plötzlich freizugeben. Die ersten durch die Türe stürmenden Galgenvögel blicken dann direkt in das Mündungsrohr der kleinen, aber feinen Gemeindekanone. Dass die nicht geladen ist, wissen zu dem Zeitpunkt nur die Gemeinderäte und der Bürgermeister, die sich über die erschrockenen Gesichter diebisch freuen.

Bürgermeister gefesselt

Die Schrecksekunde ist jedoch schnell vorbei und rund 60 Menschen strömen herein.

Rasch füllt sich der Saal und Teresa Rützel fesselt Bürgermeister und die Ratsmitglieder. Aufgereiht an einem Seil warten die dann auf ihr Schicksal, doch die überall fröhlichen Gesichter bei den Mitgliedern der Seinsheimer Faschingsgesellschaft lassen auf nur Gutes hoffen. Für Bürgermeister Dorsch war es in seiner langen Amtszeit der erste Rathaussturm, aber auch für die Aktiven der Galgenvögel, die damit eine Tradition der Faschingsgesellschaften aufleben ließen. Der Rathaussturm zum Auftakt der Faschingszeit in Seinsheim könnte zur festen Einrichtung werden, denn bei den Galgenvögel haben vor nicht allzu langer Zeit Theresa Rützel und Stefan Düll das Faschingszepter übernommen und zusammen mit einem großen Team einige Neuerungen eingeführt.

Fast den Schlüssel vergessen

Vor lauter gute Laune im Rathaussaal hätten dann die Galgenvögel fast vergessen, die Schlüssel an sich zu nehmen. Doch Bürgermeister Dorsch will sie ja irgendwie loswerden, was mit gefesselten Händen sich zwar etwas schwierig gestaltet, aber dann doch irgendwie funktioniert. Frank Engelhardt und Bernd Hönnl unterhalten die stattliche Schar mit Liedern, unter anderem ob der unfreiwilligen Abdankung des Rates mit einem Potpourri von Abschiedsliedern. Heinz Dorsch, Galgenvögelsitzungsehrenpräsident, freut sich, dass es bei den Galgenvögeln mit Schwung und Elan weitergeht. „Toll, dass auch die Jugend dabei ist“, sagt Dorsch mit Blick auf die Kinder und die jungen Aktiven.

Neues Bühnenbild bei Sitzungen

Deren Durchschnittsalter schätzen Theresa Rützel (24) und Stefan Düll (31) auf 33. Dazu passt die Zahl von 22 Elferräten, wovon vier rein für die Organisation zuständig sind. Erstmals gibt es mit Rützel und Düll zwei Sitzungspräsidenten, nachdem die frühere Führungsspitze aufgehört hatte. Rützel war schon Elferrätin und wollte wie Düll, dessen Vater Heinrich schon zehn Jahre lang Sitzungspräsident war, dass es weitergeht. „Der Fasching gehört zu Seinsheim“, bekräftigt Düll.

Ihnen zur Seite stehen Heimo Völker (Kasse), Julia Rützel, Jessica Blomeyer und Anja Ott (alle Sponsoring), Verena Dorsch (Orden), Florian Bergmann (Ehrungen), Matthias Schultheiß (Bühnenbau), Elke Korn (Junggalgenvögel und Dekoration), Ruth Albrecht (Dekoration), Iris Hönnl (Garden) und Sarah Düll (Homepage).

Die Termine

Die Gäste der Prunksitzungen dürfen sich auch auf ein neues Bühnenbild und etliche heimische Gewächse freuen. Ab 5. Februar geht's rund und am 25. Februar findet der Kinderfasching statt. Karten gibt es erstmals auf dem Seinsheimer Weihnachtsmarkt (10. und 11. Dezember). Da gibt es bei den Galgenvögeln Feuerzangenbowle.

Nach dem Rathaussturm feierten die Galgenvögel noch bis spät in die Nacht. Dabei stellten sie auch den neuen Orden der Session vor, der dieses Jahr einen Galgenvogel vor dem Weinbau Kernwein zeigt.

Quelle: www.mainpost.de

Artikel von Gerhard Krämer