Wir sind Fasching

 

Pressestimmen

Artikel aus der Main-Post vom 12.November 2017

Galgenvögel – Helau! Saasi – Helau! In Seinsheim regiert seit Samstag wieder das närrische Volk. Pünktlich um 19.33 Uhr marschierten die Galgenvögel auf, lieferten sich mit Bürgermeister Heinz Dorsch ein Wortgefecht und stürmten anschließend das Rathaus.

Kanonen geladen                                                                                                       Bürgermeister Heinz Dorsch und einige seiner getreuen Gemeinderäte hatten sich eingefunden, Rathaus samt Rathausschlüssel zu verteidigen. Eine der beiden kleinen Kanonen, die den Ratssaal zieren und dort sonst ein friedvolles Dasein führen, wurde mittels Böller „scharf“ gemacht, um es der Narrenschar so schwer wie nur irgendwie möglich zu machen.

Frohsinn in die Amtsstuben „Pünktlich um 19.33 Uhr – so soll es sein – zieht der Frohsinn in die Amtsstuben ein“, reimten die Galgenvögel, bei denen Stefan Düll und Iris Hönnl das Wort führten. Kinder mit Ratschen untermalten das gesagte klangvoll.

Der Berlinen Flughafen grüßt                                                                                                     Düll und Hönnel nahmen schon einmal einige Seinsheimer Projekte aufs Korn. Da waren die lang dauernden Arbeiten an der ehemaligen Fischergade, jetzt Marktgade, die zum Vergleich mit dem Berliner Flughafen anregten. Beim Markt habe das Gerüst am Rathaus noch das Ortsbild verschandelt, jetzt habe man das Rathaus schnell fertiggemacht, dass kein Narr mehr darüber lacht.

Seitehiebe inclusive                                                                                                                    Das alles und noch ein paar Seitenhiebe gab es. Und dies veranlasste auch die Galgenvögel, nun die Rathausschlüssel zu fordern. „Wahrscheinlich ist's besser, wenn nur wir regieren bis Aschermittwoch im Rathaus hier“, riefen sie und eroberten das Rathaus. Sie fesselten Bürgermeister und alle Räte und führten sie hinüber in die Marktgade. Dort erklärten sich die „Gefangenen“ rasch bereit, den vielen Gästen Sekt einzuschenken, um so ihrer Fesselung zu entgehen.

In der sicheren Gewissheit, den Rathausschlüssel wieder zu bekommen, wünschte Bürgermeister Heinz Dorsch den Galgenvögel eine erfolgreiche Session.

Weitere Termine                                                                                                                            Die weiteren Termine der Galgenvögel: Sonntag, 21. Januar 2018, 14.11 Uhr Nachmittags-Sitzung, Samstag, 27. Januar, 19.11 Uhr Prunksitzung und Samstag, 3. Februar, 19.11 Uhr Prunksitzung. Beginn des Kartenvorverkaufs ist am Freitag 22. Dezember, um 19.30 Uhr (Telefonisch bei Albin Schiffmeyer, Telefon 09332/9414, oder freitags ab 19.30 Uhr im Seinsheimer Sportheim). Samstag, 10. Februar, 13. bis 17 Uhr: Kinderfasching. Montag, 12. Februar: Rosenmontagsball.

Quelle: www.mainpost.de

Artikel von Gerhard Krämer


Artikel aus der Main-Post vom 12.Februar 2017

Braune Streifen am Salat und kein Swingerclub

 Die Jungen Wilden entführten die Gäste der Prunksitzung der Galgenvögel in Seinsheim nach Asien, Afrika und Amerika.       Foto: Gerhard Krämer    


Die Seinsheimer Galgenvögel hängen zusammen. Das ist Fakt. Früher war so eine Aussage sicher gefährlich, heute hängen kleine Galgenvögel nur noch als Tischdekoration an ebenso kleinen Galgen, schließlich sind Galgenvögel die Maskottchen der Seinsheimer Faschingsgesellschaft, die mit einer fetzigen Prunksitzung die Gäste bis nach Mitternacht unterhielten.

Es ist eine junge und sportliche Gruppe, nicht nur, weil die Galgenvögel zum Sportverein gehören. Das neue Team um die Sitzungspräsidenten Theresa Rützel und Stefan Düll ist jung. Ebenso frisch war das von ihnen auf die Beine gestellte Programm. Eine gelungene Mischung aus neuen und bewährten Akteuren, aus Eigengewächsen und Gästen.

Frank Engelhardt, Hermann Schöller und Gregor Kernwein brachten als „Die Misthacken“ den Saal zum Toben. Sie prangerten die Smartphone-Gesellschaft an, wo sie doch lieber über Trichter und Schläuche kommunizierten. Nicht das Haus von Rocky Docky besangen die Misthacken, sondern das „alte Haus von unsrer Sophie“. Das Amtshaus nämlich, das die Gemeinde gekauft hatte. „Monopoly in Saasi – rücke vor zur Schlossallee“ sangen sie, schlugen in Anlehnung an den Schlossruinenverein in Wässerndorf einen Ruinenschlossverein vor.    

In einem weiteren Song beklagten sie, dass es in Saasi fast keine Kühe mehr gibt. Deswegen mögen sie die neu in Seinsheim ertönenden Alphornklänge so gern.

Zank mit Rank

Fasching in Saasi ist undenkbar ohne den Gemeindediener (Thomas Rüttinger), der zwei Jahre lang Augen und Ohren offen gehalten hatte und viele Dinge spitz formuliert mit der Einleitung „Bekannt – machung“ vortrug. Zur Freude des faschingsbegeisterten Publikums beleuchtete er die Asylsuche der Schwarzen nach dem „Zank mit Rank“ in Gnodstadt. Beim neuen Bierfest der CSU war dann auch gleich Markus Söder gekommen. Nicht entgangen war dem Gemeindediener der Streich mit dem Verfüllen von Maibaumlöchern. Dumm vor allem, weil einer der Täter sein altes Mofa-Nummernschild mit einbetonierte.

Für das Amtshaus ist es seiner Ansicht nach das Beste, man feiert dort Feste. Weil Seniorenheim, Gemeindeladen oder Swingerclub wohl nicht zu verwirklichen seien. Das Verhältnis von Bier und Wein in Seinsheim war ebenso sein Thema wie ein falscher Kanalanschluss in der ausgebauten Weinbergstraße, weswegen es braune Streifen beim Blattsalat gegeben hatte.

Umjubelt war der Auftritt des Männerballetts. Fantastisch die kleinen Rennfahrer der Purzelgarde, das Tanzpaar Damaris Heß und Jenny Endres, die Zeitreise der Jugendgarde, der Auftritte der Dance Factory aus Hoheim und der Elferratsgarde.

Herzen erobert

Sandro Hönnl eroberte als Prinz Sandro die Herzen der Gäste und bekannte, dass es schöner ist, ein normales Kind in Saasi zu sein. Michael und Toni Hofmann aus Gaukönigshofen begeisterten als Schüler „Xaver und Xander“. Michael Bechold, fast in Seinsheim zu Hause, sorgte als „Alter Jubilar“ für Lacher ebenso wie Mike Volkamer und Michael Hanselmann als „Zwei alte Dorftrottel“ oder Miriam Wiehl und Franz Kernwein mit ihrer Parodie auf „Bauer sucht Frau“.

Nachdenkliches bot Doris Hornung von der Dettelbacher Karnevalsgesellschaft als „Protokoller“ im Deutschen Bundestag. Zu Gast waren Abordnungen aus Dettelbach und aus Kirchschönbach.

Mitwirkende der Galgenvögel  

Elferrat: Florian Bergmann, Jessica Blomeyer, Martin Dorsch, Verena Dorsch, Stefan Düll, Thomas Düll, Norbert Lauer. Anja Ott, Lukas Rückel, Philipp Rützel, Julia Rützel, Theresa Rützel, Sophia Schilling, Matthias Schultheiß, Manuel Seitz, Michael Volkamer, Mike Volkamer, Heimo Völker.

Prinz Sandro: Sandro Hönnl, Alter Jubilar: Michael Bechold, Zwei Alte Dorftrottel: Mike Volkamer und Michael Hanselmann, Xaver & Xander: Michel Hofmann und Toni Hofmann, Gemeindediener: Thomas Rüttinger, Bauer sucht Frau: Miriam Wiehl und Franz Kernwein, Die Misthacken: Frank Engelhardt, Herrmann Schöller und Gregor Kernwein.

Purzelgarde: Johanna Schnaz, Franziska Blank, Anika Kessler, Laura Schöller, Jana Schiffmeyer, Fanni Körner, Cheyenne Rakus, Sophie Westenmeier, Marie Brückner, Alina Morton, Mona Stadtelmeyer, Lidet Steiger, Josie Hönnl, Lara Volkamer – Trainerinnen: Eva Linke, Jessica Blomeyer und Julia Rützel.

Jungen Wilden: Elisabeth Rüttinger, Kathrin Riedel, Antonia Schunke, Eva Schnaz, Anna Helbig, Luisa Brückner, Lena Köhler, Helena Schwemmer, Leni Riedel, Hannah Pinnau, Svea Graf, Hannah Schiffmeyer, Emma Käppner, Annika Johansen, Kim Hein – Trainerinnen: Damaris Heß und Jenny Endres.

Jugendgarde: Anja Mark, Marie Merbecks, Anna Moser, Juliana Schäfer, Lea Kollmann, Alina Wirsching, Lucy Jamm, Anne Pinnau, Lea Meyer – Trainerinnen: Marianne Haaf und Christine Kleinschroth.

Elferratsgarde: Stefanie Rudolf, Johanna Schumann, Annika Rudolf, Verena Hörlin, Rebecca Richter, Julia Moser, Sophia Schumann, Patricia Hein, Luisa Fischer, Verena Jamm – Trainerinnen: Katharina Drobek und Johanna Schumann.

Männerballett: Karl Köhler, Axel Schiffmeyer, Dietmar Korn, Gerald Korn, Matthias Gruber, Jens Laschütza, Udo Hein, Stefan Schwarz, Martin Dorsch, Thomas Düll, Björn Gebhardt – Trainerin: Petra Mühlbauer.

Tanzpaar: Damaris Heß und Jenny Endres – Trainerinnen: Verena Dorsch und Iris Hönnl.

Organisation: Ruth Albrecht, Sarah Düll, Iris Hönnl und Elke Korn. Technik-Team: Bernd Hönnl, Julius Merkert, Clemens Engelhardt. Musik: Karl Kopp.

Quelle: www.mainpost.de

Artikel und Fotos von Gerhard Krämer

Artikel aus der Main-Post vom 14.Februar 2017

Ein Till für Heimo Völker                                   

Für ihr Engagement um die Seinsheimer Galgenvögel gab es für (von links) Björn Gebhardt und Thomas Düll von Holger Leikam den Sessionsorden des Fastnacht-Verbands Franken.      Foto: Gerhard Krämer


Heimo Völker erhielt bei der ersten Abendprunksitzung der Seinsheimer Galgenvögel den Verdienstorden Till von Franken in Silber. Holger Leikam vom Fastnacht-Verband Franken überreichte die höchste Auszeichnung des Verbands. 

Der Orden ist die höchste Auszeichnung des Fastnacht-Verbandes Franken und das Symbol für das Verbandsgebiet. Auf der Vorderseite ist der Kopf des Till Eulenspiegel mit der Narrenmütze dargestellt. Auf der Rückseite befindet sich eine Nummer. Die sollte der Träger gegenüber einem anderen Ordensträger immer nennen können, falls er im Wirtshaus nicht die Runde zahlen möchte, meinte Holger Leikam in seiner launigen Laudatio.

Heimo Völker ist seit 1986 aktives Mitglied der Seinsheimer Galgenvögel. Seitdem gehört er dem Elferrat an. Von 1990 bis 2001 tanzte er aktiv im Männerballett mit. „Du bist der Mann, an dem niemand vorbei kommt“, sagte Leikam und spielte damit auf Völkers Funktion als Zeremonienmeister an. Er sei eine Stütze der Gesellschaft und habe sich um diese und um die fränkische Fastnacht im höchsten Maße verdient gemacht.

Denn Sessionsorden des Fastnachtsverbandes Frankens erhielten Thomas Düll und Björn Gebhardt. Düll verstärkt seit 2012 den Elferrat und „schwingt elfengleich das Tanzbein im Männerballett“. Gebhardt hatte als einziger männlicher Tänzer von 2001 bis 2008 in verschiedenen Garden getanzt, seit 2012 bringt er seine tänzerische Erfahrung ins Männerballett mit ein.

Leikam ging auch nicht ohne Orden von der neu gestalteten Bühne, für die Heinz Gerlach das Bühnenbild gemalt hatte. Die beiden Sitzungspräsidenten Theresa Rützel und Stefan Düll überreichten ihm den Sessionsorden der Seinsheimer Galgenvögel.

Quelle: www.mainpost.de

Artikel und Fotos von Gerhard Krämer


Artikel aus der Main-Post vom 13.November 2016

11.11. um 19.11 Uhr: An der Kirche gegenüber des Seinsheimer Rathauses versammelt sich ein großer Haufen Galgenvögel. Ohne Waffen, dafür mit Krach machenden Instrumenten ausgestattet und stimmgewaltig. Sie begehren Einlass in das Rathaus, um Bürgermeister und Rat abzusetzen und die Macht zu übernehmen.

Ohne Delle nicht über die Schwelle

Drinnen im Rathaus hatten sich Bürgermeister Heinz Dorsch und seine Getreuen verbarrikadiert. „Nicht ohne Delle kommt ihr über die Rathausschwelle“, fordert er die Galgenvögel am geöffneten Fenster heraus und nimmt erst einmal einen kräftigen Schluck Seinsheimer Bieres. Auf der anderen Seite lästern Theresa Rützel und Stefan Düll, die beiden Obergalgenvögel, über die Gemeinde, höhnen über den „Schlosskauf“ und fordern die Rathausschlüssel.

Ratsmitglieder verbarrikadiert

Nachdem Dorsch noch von einer leeren Gemeindekasse spricht und so die Horde von der Sinnlosigkeit ihres Unterfangens überzeugen möchte, diese aber nicht ablässt, bittet Dorsch sie herein.        

Drinnen halten einige kräftige Gemeinderäte noch die Türe zum Ratssaal zu, um sie dann plötzlich freizugeben. Die ersten durch die Türe stürmenden Galgenvögel blicken dann direkt in das Mündungsrohr der kleinen, aber feinen Gemeindekanone. Dass die nicht geladen ist, wissen zu dem Zeitpunkt nur die Gemeinderäte und der Bürgermeister, die sich über die erschrockenen Gesichter diebisch freuen.

Bürgermeister gefesselt

Die Schrecksekunde ist jedoch schnell vorbei und rund 60 Menschen strömen herein.

Rasch füllt sich der Saal und Teresa Rützel fesselt Bürgermeister und die Ratsmitglieder. Aufgereiht an einem Seil warten die dann auf ihr Schicksal, doch die überall fröhlichen Gesichter bei den Mitgliedern der Seinsheimer Faschingsgesellschaft lassen auf nur Gutes hoffen. Für Bürgermeister Dorsch war es in seiner langen Amtszeit der erste Rathaussturm, aber auch für die Aktiven der Galgenvögel, die damit eine Tradition der Faschingsgesellschaften aufleben ließen. Der Rathaussturm zum Auftakt der Faschingszeit in Seinsheim könnte zur festen Einrichtung werden, denn bei den Galgenvögel haben vor nicht allzu langer Zeit Theresa Rützel und Stefan Düll das Faschingszepter übernommen und zusammen mit einem großen Team einige Neuerungen eingeführt.

Fast den Schlüssel vergessen

Vor lauter gute Laune im Rathaussaal hätten dann die Galgenvögel fast vergessen, die Schlüssel an sich zu nehmen. Doch Bürgermeister Dorsch will sie ja irgendwie loswerden, was mit gefesselten Händen sich zwar etwas schwierig gestaltet, aber dann doch irgendwie funktioniert. Frank Engelhardt und Bernd Hönnl unterhalten die stattliche Schar mit Liedern, unter anderem ob der unfreiwilligen Abdankung des Rates mit einem Potpourri von Abschiedsliedern. Heinz Dorsch, Galgenvögelsitzungsehrenpräsident, freut sich, dass es bei den Galgenvögeln mit Schwung und Elan weitergeht. „Toll, dass auch die Jugend dabei ist“, sagt Dorsch mit Blick auf die Kinder und die jungen Aktiven.

Neues Bühnenbild bei Sitzungen

Deren Durchschnittsalter schätzen Theresa Rützel (24) und Stefan Düll (31) auf 33. Dazu passt die Zahl von 22 Elferräten, wovon vier rein für die Organisation zuständig sind. Erstmals gibt es mit Rützel und Düll zwei Sitzungspräsidenten, nachdem die frühere Führungsspitze aufgehört hatte. Rützel war schon Elferrätin und wollte wie Düll, dessen Vater Heinrich schon zehn Jahre lang Sitzungspräsident war, dass es weitergeht. „Der Fasching gehört zu Seinsheim“, bekräftigt Düll.

Ihnen zur Seite stehen Heimo Völker (Kasse), Julia Rützel, Jessica Blomeyer und Anja Ott (alle Sponsoring), Verena Dorsch (Orden), Florian Bergmann (Ehrungen), Matthias Schultheiß (Bühnenbau), Elke Korn (Junggalgenvögel und Dekoration), Ruth Albrecht (Dekoration), Iris Hönnl (Garden) und Sarah Düll (Homepage).

Die Termine

Die Gäste der Prunksitzungen dürfen sich auch auf ein neues Bühnenbild und etliche heimische Gewächse freuen. Ab 5. Februar geht's rund und am 25. Februar findet der Kinderfasching statt. Karten gibt es erstmals auf dem Seinsheimer Weihnachtsmarkt (10. und 11. Dezember). Da gibt es bei den Galgenvögeln Feuerzangenbowle.

Nach dem Rathaussturm feierten die Galgenvögel noch bis spät in die Nacht. Dabei stellten sie auch den neuen Orden der Session vor, der dieses Jahr einen Galgenvogel vor dem Weinbau Kernwein zeigt.

Quelle: www.mainpost.de